Bau- und Sanierungskosten steigen: Was Eigentümer jetzt beachten sollten

Wer ein Haus bauen oder eine ältere Immobilie modernisieren möchte, muss weiterhin mit steigenden Kosten rechnen. Das Statistische Bundesamt meldete am 9. Oktober neue Zahlen: Im August 2026 lagen die Preise für den Neubau konventioneller Wohngebäude bundesweit 5,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Besonders deutlich verteuerten sich Dachdeckungsarbeiten mit 7,6 Prozent sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten mit 7,2 Prozent. Auch die Instandhaltung bestehender Wohngebäude wurde teurer: Hier betrug der Anstieg 6,0 Prozent gegenüber August 2025. Schönheitsreparaturen sind in dieser Zahl nicht enthalten.
Was bedeutet das für Eigentümer?
Für Eigentümer, die eine Sanierung planen, sind solche Werte ein Anlass, genauer zu kalkulieren. Ein allgemeiner Baupreisindex ersetzt zwar kein Handwerkerangebot. Er zeigt aber, warum ältere Kostenschätzungen schnell überholt sein können. Holen Sie möglichst mehrere vergleichbare Angebote ein, prüfen Sie den Leistungsumfang und berücksichtigen Sie eine Reserve für unvorhergesehene Arbeiten. Unterscheiden Sie außerdem zwischen sofort notwendigen Reparaturen und Verbesserungen, die noch warten können. So bleibt die Finanzierung nachvollziehbar.
Auch beim Immobilienkauf spielt das eine Rolle. Ein vermeintlich günstiges Haus kann teuer werden, wenn Dach, Elektrik oder Heizung erneuert werden müssen. Käufer sollten deshalb vor der Kaufentscheidung den Zustand prüfen und notwendige Maßnahmen realistisch beziffern lassen.
Und was bedeutet das für Verkäufer?
Eine frisch modernisierte Immobilie kann für Interessenten attraktiv sein. Trotzdem lässt sich nicht jede investierte Summe eins zu eins über den Verkaufspreis zurückholen. Ob sich größere Arbeiten vor dem Verkauf rechnen, hängt von Zustand, Lage und Nachfrage ab.
Gerade im Kreis Pinneberg, im Kreis Steinburg und im Hamburger Umland lohnt sich deshalb eine objektbezogene Einschätzung. Wer Kosten und Marktwert sauber trennt, trifft beim Kaufen, Sanieren und Verkaufen bessere Entscheidungen.
Erstellt am: 16.10.2026
Autor: Sven-Oliver Drasdo
Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 360 vom 09.10.2026, Baupreise für Wohngebäude im August 2026.












